
Wie funktioniert das? Der Rettungsablauf.
Die folgende Reportage schrieb Astrid Becher-Mayr über den Rettungsdienst des DRK-Kreisverbandes Potsdam/Zauch-Belzig e.V. und seine Lehrrettungswache in Teltow.Kennen Sie die Situation? Sie sind im Auto unterwegs, auf einmal hören Sie ein immer lauter werdendes Martinshorn. Der Anblick eines Rettungswagens mit Blaulicht bereitet ein mulmiges Gefühl: „Hoffentlich fährt er nicht zu mir nach Hause!“Was passiert bei einem Einsatz eigentlich genau? Wie würde es mir ergehen, wenn ich selbst einmal in eine lebensbedrohliche Situation käme?

Organisation

In dieser Situation kommt vom Roten Kreuz ein besonderer Vorschlag: ob ich nicht selber einmal in die Rolle einer Notfallpatientin schlüpfen wolle. Diese Idee gefällt mir – gleichzeitig spüre ich ein leichtes Flattern im Bauch – und ich stimme zu. Wir beschließen, einen für den Rettungsdienst typischen Notfall zu simulieren: den Verdacht auf einen Herzinfarkt. Alle haben grünes Licht für unser Projekt gegeben: die Rettungswache – dort ist der Rettungswagen stationiert, die Notärztin und das zuständige Krankenhaus.

Es geht los

Später dann, am Schreibtisch, steigert sich der Schmerz, wird massiv, ich bin überhaupt nicht auf etwas Derartiges vorbereitet, gerate in Panik, kann nicht richtig atmen, komme mir unendlich ausgeliefert und hilflos vor und fühle nur diesen wahnsinnigen Schmerz hinterm Brustbein. Herzinfarktpatienten haben in dieser Situation Todesangst.

Notruf

Leitstelle

Dieses Stichwort entscheidet auch darüber, ob die Leitstelle gleichzeitig den Notarzt, der mit dem NEF seinen Standort am Krankenhaus hat, zu dem Notfall schickt. In meinem Fall, also akuter Brustschmerz, sind der Rettungswagen und das Notarzteinsatzfahrzeug einzusetzen.

Ankunft

Überhaupt registriere ich, dass mit mir jetzt lauter Dinge geschehen, auf die ich keinen Einfluss mehr habe. Während Herr Panter, den Namen habe ich mir gemerkt, die ganze Zeit beruhigend auf mich einredet, fühle ich, wie an meinem Arm, am Bein, um meine Herzgegend lauter kleine Pads aufgeklebt werden. „Aha“, denke ich, das ist für die Verkabelung mit dem EKG. Als ich das nächste Mal aufblicke, steht die Notärztin neben mir, neben ihr kniet ein weiterer Rettungsassistent vor einem, wie mir scheint, riesigen, geöffneten Medikamentenkoffer.

Die Notärztin

Erstversorgung

Am linken Oberarm bemerke ich, wie ein Gurt festgezurrt wird, um so den Zugang zur Vene vorzubereiten. Aus dem Augenwinkel sehe ich links, wie der Rettungsassistent vor dem überwältigenden Medikamentenkoffer tatsächlich eine Medikamentenampulle mit einer bedrohlich wirkenden Nadel aufzieht. „Was ist das denn?“, frage ich ängstlich? „Na, soll doch alles echt sein – auf dem Foto.“, meint er leicht frotzelnd. „Keine Sorge!“ Nachdem die Notärztin den Zugang zur Vene „gelegt“ hat, mir eine Injektion „gegeben“ und den Zugang gut in meiner Armbeuge festgeklebt hat, erhält meine Tochter, die die ganze Zeit über beschützend hinter mir steht, die Aufgabe, die Tropfflasche schön senkrecht zu halten. „Denn auch die Angehörigen müssen mit betreut, am besten beschäftigt werden. Sonst kann es schon mal vorkommen, dass wir noch einen Patienten haben.“, erklärt mir Herr Panter.

Krankentransport

Notwendige Unterlagen

Im Rettungswagen

Der Rettungsassistent erzählt

Abfahrt

Ankunft

Intensivstation
Entlassung
